Dorothee Schuster nimmt Anlauf

CDU wählt 36-jährige Bünderin mit großer Mehrheit zur Landratskandidatin

24.06.2020
Gehen wegen Corona auf Abstand, wollen aber gemeinsam viel im Kreis Herford bewegen: die Kandidaten der CDU für die Kreistagswahl am 13. September mit dem Fraktionsvorsitzenden Michael Schönbeck (vorne, zweiter von links) und Landratskandidatin Dorothee S
Gehen wegen Corona auf Abstand, wollen aber gemeinsam viel im Kreis Herford bewegen: die Kandidaten der CDU für die Kreistagswahl am 13. September mit dem Fraktionsvorsitzenden Michael Schönbeck (vorne, zweiter von links) und Landratskandidatin Dorothee S

Herford (Westfalen-Blatt / HK / Julia Günter). 129 von 140 Stimmen: Mit einem beeindruckenden Votum haben die Delegierten des CDU-Kreisparteitages Dorothee Schuster am Montagabend zur Landratskandidatin gewählt. Ein Überraschung war dies allerdings nicht. Der Vorstand des Kreisverbandes hatte die 36-Järhrige einstimmig vorgeschlagen. „Dorothee Schuster hat schon in vielen Funktionen unter Beweis gestellt, dass sie in ihrer hauptamtlichen sowie in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit über Tatkraft und Führungsstärke verfügt“, lobte Kreisvorsitzender Tim Ostermann. „Sie ist eine bestens qualifizierte Kandidatin, die trotz ihres jungen Alters schon viel Erfahrungen gesammelt hat.“
 

Die gelernte Bankkauffrau und Volljuristin aus Bünde ist seit zehn Jahren CDU-Mitglied. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte ist die Digitalisierung. „Ich möchte den Kreis Herford und die Kreisverwaltung weiter nach vorne bringen in Sachen Digitalisierung und Automatisierung“, erklärte Schu-ster im alten Güterbahnhof in Herford. Zu den weiteren Themen, die ihr am Herzen liegen, gehören das Gesundheitswesen sowie die Mobilität im Kreis, die sie als „ausbaufähig“ beschreibt. „Ich möchte den ÖPNV attraktiver machen. Die Verbindungen und auch die Preisgestaltungen müssen sich verbessern. Nur dann werden die Leute vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen.“ Auch im Gesundheitswesen müssten Anreize und Unterstützungsmechanismen geschaffen werden, um den Hausärztemangel zu stoppen.
 
Neben der Landratskandidatin wurden auch die Direktkandidaten sowie die Reservekandidaten für den Kreistag gewählt. Sortiert nach der Reihenfolge der Reserveliste, wird diese von der Landratskandidatin Dorothee Schuster (Wahlbezirk 3) angeführt. „Danach folgt ein Kandidat aus jeder Stadt und Gemeinde, da es uns sehr wichtig ist, dass sich die Fraktion aus allen Städten und Gemeinden zusammensetzt“, sagt Ostermann.
 
Als Kreistagskandidaten nominiert wurden Fraktionsvorsitzender Michael Schönbeck (Bezirk 12), Michael Kunst (Bezirk 21, Herford), Friedhelm Eickmann (Bezirk 4, Bünde), Beate Abke (Bezirk 10, Löhne), Joachim Sprengel (Bezirk 17, Hiddenhausen), Gerhard Tiemann (Bezirk 15, Enger), Detlef Kaase (Bezirk 6, Kirchlengern), Uwe Werner (Bezirk 24, Vlotho), Katharina Hartwig (Bezirk 13, Spenge), Dirk Blank (Bezirk 1, Rödinghausen), Lars Breder (Bezirk 19, Herford), Daniel Laukötter (Bezirk 5, Bünde), Florian Dowe (Bezirk 11, Löhne), Noel Schuppenat (Bezirk 16, Hiddenhausen), Alexander Elbracht (Bezirk 22, Herford), Ronald Aßbrock (Bezirk 14, Enger), Martina Kechlo (Bezirk 7, Kirchlengern), Dr. Wolfgang Windhorst (Bezirk 25, Vlotho), Matthias Ciesler (Bezirk 2, Bünde), Jörg Haferkorn (Bezirk 23, Herford), Karl-Heinz Nolting (Bezirk 8, Löhne), Elke Barth (Bezirk 20, Herford), Annelie Wienkemeier (Bezirk 9, Löhne) und Justus Müller (Bezirk 18, Herford).
 
Zudem wurden Marleen Schönbeck (Spenge), Sebastian Hoffmann (Rödinghausen), Ulrich Hempelmann (Hiddenhausen), Frank Jaksties (Enger), Edelgard Tödtmann (Kirchlengern), Carsten Brink (Vlotho), Ursula Wiemann (Spenge), Simone Elbracht (Herford), Alina Sauerland (Löhne), Heidrun Mildner (Herford), Jörg Düning-Gast (Hiddenhausen), Ulrike Kühn (Herford), René Siekmann (Enger), Heiko Weßler (Kirchlengern), René Detert (Löhne), Sebastian Gerfen (Vlotho), Maike Diekmann (Herford), Ruth Pilgrim (Spenge), Claus Frickemeier (Herford), Michael Erdbrügger (Kirchlengern) und Niklas Röse (Kirchlengern) ohne Wahlbezirksnummer gewählt.
 
Die Christdemokraten verabschiedeten auch ein Programm für die Wahlperiode 2020 bis 2025. Es trägt den Titel „Für mehr WIR im Kreis Herford“. Ostermann: „Wir legen unseren Schwerpunkt auf vier Themenbereiche: Pflege und Gesundheit, Wirtschaft, Sicherheit und Mobilität.“